Gründung

Dem Firmengründer, Karl Henkel, wurde es 1955 in der väterlichen Tischlerei zu eng und er folgte seiner Sehnsucht nach einem fahrbaren Untersatz, Dieselgeruch und Selbständigkeit. Die Enge der Werkstatt gegen die Weite der Landstraße.
Es begann mit einem alten gebrauchten Lkw  welcher mit geliehenem Geld erworben wurde.
So hat er anfangs für Private und in Floh und Schmalkalden ansässige Baubetriebe Transportleistungen ausgeführt.
Ab 1965 hat sich Karl Henkel im Hohleborner Steinbruch zu schaffen gemacht. Ein Bagger (UB 20) wurde angeschafft, das Gestein über Kipploren zu einer Rutsche transportiert, damit der Lkw beladen und dann als Packlager oder Schüttpacklager in die ganze Region gefahren. Der LKW S 4000 konnte mit Anhänger immerhin fast 8 to laden.
Da der Steinbruch zu nah am Ort war und die Hausdächer der Hohleborner Wohnhäuser bei Sprengungen in Gefahr gerieten, musste der Bruch bzw. die Sprengungen im Jahr 1972 eingestellt werden.
Seitdem entwickelte sich das Unternehmen in Richtung Tiefbau.
Der erste T 157 (genannt „Greifer“ oder auch Hühnerknie) wurde in der Zeit von 1971 bis 1972 aufgebaut. Anfang der Achtziger Jahre konnte Karl Henkel tatsächlich einen nagelneuen Traktorenbagger „Belarus“ bestellen. Für einen Privatbetrieb der absolute Hauptgewinn.
Damit entwickelte sich der Betrieb dann mehr und mehr in Richtung Forstwegebau. Der Belarus fuhr vorneweg, und zwei W 50 – LKW fuhren das Material auf. Die Raupe, von der LPG mit Fahrer ausgeliehen, vervollständigte den Wegebauzug.
Damals wurden die Wege zur Ebertswiese, durch`s Haderholz, Rennsteig bis Nesselberg bzw. Sperrhügel oder auch die Straße zum Mommelstein gebaut.
1982 wurde der erste Grader (genannt: Elch oder Straßenhobel) gekauft. Ein Spezialgerät mit mehreren Planierschildern.
Der Firmensitz befand sich bis ca. 1975 in der Bahnhofstr. 13 in Seligenthal  (Mühle). Mit dem Umzug ins neue Wohnhaus wechselte auch der Firmensitz in den Gartenweg. Seit 1987 befindet er sich hier am heutigen Standort in der Gothaer Straße.

Wendezeit

Im Jahr 1990 wurde dann auch der erste Furukawa Mobilbagger und ein Kramer Radlader erstanden.
Auf Grund der starken Nachfrage an Bauleistungen, der vielen Verbindungen über die Karl Henkel verfügte und den guten Ruf den er sich in den 35 Jahren erarbeitet hatte, gab es genügend Aufträge. Die Firma wuchs und es gab erste größere Aufträge, z.B. die Wallanlage in Schmalkalden oder die Außenanlagen der Mehrzweckhalle in Schmalkalden. Mittlerweile war die Zahl der Mitarbeiter auf 12-15 Mann gewachsen.
Auch für die Gemeinden Floh und Seligenthal – damals noch eigenständig – konnten wir zahlreiche Aufträge erledigen. Zum Beispiel war der Ausbau der Friedrichstraße in Floh, eine der ersten „Nachwendbaustellen“. Unkompliziert wurden die Fluchten abgesteckt, abgenommen und danach gebaut und asphaltiert. Auf diese Art haben wir mehrere Kilometer Nebenstraßen ausgebaut, noch bevor die Gemeinde überhaupt so etwas wie ein Bauamt hatte!
Im Jahr 1997 wurde der väterliche Betrieb von Reinhard Henkel und Günter Jung übernommen.
Dieser wurde in der Henkel & Jung GbR als Besitzgesellschaft weiter geführt. Parallel dazu wurde am 01.01.1998 die Henkel-Bau GmbH gegründet. Dieser Schritt war damals längst überfällig da das Unternehmen mittlerweile auf ca. 20 Mitarbeiter gewachsen war.
Während wir bis 1998 ausschließlich im Tiefbau unterwegs waren, wurden wir ab 2000 auch im Hochbau aktiv.
Es folgten erste Anfragen für schlüsselfertiges Bauen z.B  von der Fa. E-pro Plast die uns 2003 mit dem Bau des Bürogebäudes und den Rohbauarbeiten für die erste Halle im Gewerbegebiet in Schmalkalden beauftragte. Es folgten weitere Bauabschnitte so dass der Gesamtkomplex mittlerweile ca. 6000 m2 Hallenfläche und ca. 500 m2 Bürofläche und Sozialräume umfasst.
Im Jahr 2004 bahnte sich der Bau des ersten Lebensmittelmarktes an.
Für Gemeinden und Landkreis waren wir weiterhin vor allem im Tiefbau tätig. Zum Beispiel die Umgehungsstraße „Schulschöpfe“ in Seligenthal. Auch wurden in dieser Zeit zahlreiche Einfamilienhäuser und Gewerbebauten errichtet.
Besonders entwickelt hatte sich jedoch der Bau von Handelsimmobilien wie Norma, Netto, Lidl, REWE, größere Fachmarktzentren und Marktumbauten.
Diese Objekte fordern vor allem vom Bauleiter und Vorarbeiter absolute Höchstleistung, umfangreiches Fachwissen, Termindisziplin und Fingerspitzengefühl. Nur durch außergewöhnliches Engagement war dies zu bewerkstelligen.
Seit 2012 sind wir wieder verstärkt im lokalen Tiefbau unterwegs. Hier sind Bauvorhaben wie Karlstrasse Floh, Kasseler Str. in Schmalkalden, und die Landesgartenschau in Schmalkalden zu nennen.